Reformation der Ökostromförderung durch die Regierung

Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die Förderung von Ökostrom reformieren.

Medienberichten zufolge plant der Umweltminister eine umfassende Reform der Ökostromförderung. Der aus Sonne, Wind, Wasser und Biogas erzeugte Strom soll verstärkt dann eingespeist werden, wenn die Nachfrage auch entsprechend gegeben ist. Eine bessere Integration dieser zukunftsweisenden Energieformen in den Markt, ist dabei das erklärte Ziel. 

Die Vision lautet: "Ökostrom marktfähiger zu machen".

Die Grundprinzipien des EEG sollen beibehalten werden. Der Strom aus erneuerbaren Energiequellen soll weiterhin Einspeisevorrang haben. Bei einem möglichen Überangebot von Strom, müssen zunächst Gas-, Kohle und Kernkraftwerke vom Netz genommen werden. Durch eine neu Eingeführte optionale Marktprämie, soll ein Anreiz geschaffen werden, Strom aus erneuerbaren Energien wie konventionellen Strom zu vermarkten. Bislang wird Ökostrom immer dann eingespeist, wenn dieser produziert werden kann. Ziel ist jedoch eine bedarfsgerechte Einspeisung, also wenn die Nachfrage nach Energie groß ist. Ferner, soll eine "Kapazitäts-Prämie" Investitionen in große Gasspeicher und Generatoren von Biogasanlagen fördern. 

Quelle: Handelsblatt, unter Berufung auf den Erfahrungsbericht für die Novelle des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG). Der Erfahrungsbericht dient der Bundesregierung als Entscheidungsgrundlage für die zum 01. Januar 2010 in Kraft tretenden Änderungen.